XXL-Glasfassaden: Fensterbauer Internorm musste aufrüsten

Adaptierung in Produktion und Logistik nötig – 2018 brachte Umsatzplus

Das Trauner Unternehmen konnte im Vorjahr umsatzmäßig vor allem in den Hauptmärkten zulegen
Das Trauner Unternehmen konnte im Vorjahr umsatzmäßig vor allem in den Hauptmärkten zulegen © Internorm

Dass breite Glasfronten viele als modern geltende Bauten auszeichnen ist augenscheinlich. Dass dieser Trend auch die Fensterhersteller vor Herausforderungen stellt, bestätigte gestern Internorm-Chef Christian Klinger bei der Präsentation der Jahresbilanz. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Nachfrage verfünfundzwanzigfacht, so Klinger.

Während man in der Produktionsschiene – wider Erwarten – dafür nur wenige Adaptierungen vornehmen musste, musste in der Logistik für den Transport deutlich aufgerüstet werden. Neun Kran-Lkw sind im Jahr rund 570.000 Kilometer unterwegs, um die Ware an die Kunden zu bringen.

Der Kernmarkt im Plus

Doch nicht nur in der Sparte der XXL-Verglasungen konnte Internorm im Vorjahr wachsen. In den Hauptmärkten Österreich, Deutschland, Schweiz konnte man im Vorjahr ein Umsatzwachstum von sechs Prozent erreichen. Insgesamt wurden die Erlöse um vier Prozent auf 344 Mio. Euro gesteigert. In Frankreich und Italien habe die allgemeine Stimmung – Stichworte Gelbwesten oder Budgetstreit – die Nachfrage gedrückt, hadert man beim Trauner Unternehmen mit der politischen Großwetterlage. Trotz einer sich abschwächenden Konjunktur will Internorm aber auch heuer wieder kräftig investieren.

23 Millionen Euro sind für die Weiterentwicklung der Standorte und die Produktentwicklung veranschlagt. Die allgemeine Konjunkturlage soll das Vorhaben nicht berühren – man sei soweit, auch anti-zyklisch investieren zu können, betont Klinger. Auch der Brexit spielt in den Überlegungen der Internorm-Führung wenig Rolle. „Wir sind dort Nischen-Anbieter, zudem können wir die Entwicklung nicht beeinflussen“, betont der Miteigentümer.

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