XXXLutz rückt von Linzer Übersiedlungsplänen ab

RLB wollte auf dem Areal neue Zentrale errichten - Stadtpolitik überrascht

Das Möbelhaus XXXLutz rückt von seinen Plänen, den Standort an der Linzer Goethestraße in die Hafenstraße zu verlegen, offenbar wieder ab. Das berichtete die “Kronen Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe). Allerdings wollte die Raiffeisenlandesbank (RLB) OÖ auf dem derzeitigen XXXLutz-Areal ihre neue Konzernzentrale hinstellen und hat bereits konkrete Pläne vorgestellt. Die Stadtpolitik reagierte überrascht.

“Wir reichen noch diesen Freitag die Umbaupläne für unser bestehendes Haus in der Goethestraße ein, nehmen Abstand vom Standort im Donaupark”, kündigte XXXLutz-Sprecher Thomas Saliger im Gespräch mit der Zeitung an. Grund seien die Vorgaben und Empfehlungen der städtebaulichen Kommission für das Areal und auch die Pläne für ein neues Donauparkstadion in dem Gebiet.

Bei der RLB, wo man damit gerechnet hat, bis 2025 die neue Konzernzentrale am derzeitigen XXXLutz-Standort errichten zu können, hieß es: “Wir hoffen und glauben nach wie vor daran, dass wir eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung finden werden.” Das heiß begehrte Areal liegt zwischen dem neuen BlumauTower der RLB und dem Bank-Stammhaus am Südbahnhofmarkt, das grundsätzlich erhalten bleiben, aber “mit neuen Nutzungsideen in die Zukunft geführt werden” soll.

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) will nun XXXLutz-Konzernchef Andreas Seifert und RLB-Generaldirektor Heinrich Schaller zu einem Gespräch einladen und zeigte sich gegenüber der Zeitung kompromissbereit: “Die Positionen der städtebaulichen Kommission sind nicht für alle Zeiten festgeschrieben. Ich halte das Areal in der Hafenstraße noch immer für den besten Standort.”

Der für Planung zuständige FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein betonte hingegen, dass es nicht seine Aufgabe sei, “dafür zu sorgen, dass es für die Firma Lutz so bequem wie möglich wird”. Hein monierte, dass er keinen echten Versuch, die Empfehlungen der städtebaulichen Kommission einzuarbeiten, wahrgenommen habe. “Natürlich können wir über gewisse Eckpunkte diskutieren, ein Zurück zum ursprünglichen Projekt ist für mich mit Sicherheit keine Option, das wäre städtebaulich für die Stadt Linz nicht zielführend und würde außerdem die Autorität der Stadt untergraben”, so Hein in einer Aussendung.

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