Zähes Ringen um Metaller-KV

Abschluss gilt traditionell als richtungsweisend – „Verbesserungsbedarf“ bei Sozialpartnerschaft

Der Sprecher der Metalltechnischen Industrie, Christian Knill vor Beginn der fünften Runde der Metaller-KV Verhandlungen. Die Gewerkschaften würden Politik machen, um den Standort würde es ihnen aber laut Knill nicht so gehen.
Der Sprecher der Metalltechnischen Industrie, Christian Knill vor Beginn der fünften Runde der Metaller-KV Verhandlungen. Die Gewerkschaften würden Politik machen, um den Standort würde es ihnen aber laut Knill nicht so gehen. © APA/Jäger

Das zähe Ringen dieses Jahr um einen Kollektivvertrag (KV) für die Metaller offenbart die Kluft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Zwar sieht der Obmann der Metalltechnischen Industrie, Christian Knill, die betriebliche Sozialpartnerschaft gut aufgestellt, bei der überbetrieblichen, gesamtheitlichen Sozialpartnerschaft gebe es aber Verbesserungspotenzial. „Da hat sich in den letzten Jahren schon etwas verschlechtert – insofern, dass der Blick fürs Ganze etwas fehlt“, so Knill vor der fünften Verhandlungsrunde am Donnerstag. Die Gewerkschaften drohen mit Streiks und forderten bisher ein Lohn-/Gehaltsplus von fünf Prozent sowie umfangreiche Kompensationen für die neuen Arbeitszeitregeln. Die Arbeitgeber lehnen „das übertriebene Forderungspaket“ ab.

 

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Beim Metaller-KV geht es um sechs verschiedene Kollektivverträge für insgesamt 192.000 Beschäftigte. Der Abschluss in der Metalltechnischen Industrie mit gut 126.000 Mitarbeitern gilt dabei als richtungsweisend.