Über 5.000 Corona-Tote – Lichter-Gedenken vor Stephansdom

Die Zahl der Corona-Toten ist in Österreich erstmals auf über 5.000 Personen gestiegen. Laut Zahlen des Innenministeriums sind bisher 5.172 Menschen mit oder an dem Virus verstorben, 145 davon in den vergangenen 24 Stunden. 2.085 Betroffene wurden in diesem Zeitraum neu positiv auf das Virus getestet. Vor dem Wiener Stephansdom wurde am Freitag mit 5.172 Kerzen der Toten gedacht.

„Hinter jeder Zahl steht immer ein Mensch“, hieß es seitens der im Frühjahr von der Caritas ins Leben gerufenen Initiative füreinand. „Mit einem Stillen Gedenken am Stephansplatz wollen wir der Trauer und dem Schmerz um die Opfer der Pandemie einen Raum geben“, betont die Initiative, bei der sich tausende Menschen aus ganz Österreich für Zusammenhalt und Solidarität einsetzen. Die Initiative bat Menschen in ganz Österreich, dem Beispiel zu folgen und bei sich Zuhause eine Kerze anzuzünden. Es wurde angeregt, Fotos davon zu posten.

Bisher gab es in Österreich 334.913 positive Testergebnisse. 297.424 Menschen sind wieder genesen. Am Freitag befanden sich 3.073 Personen aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung, davon 495 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Die 2.085 Neuinfektionen teilten sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf: Burgenland 84, Kärnten 161, Niederösterreich 423, Oberösterreich 297, Salzburg 139, Steiermark 253, Tirol 184, Vorarlberg 103 und Wien 441.

Die österreichweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am Freitag von 215 auf 206 gesunken. Das heißt, dass sich binnen einer Woche durchschnittlich 206 Personen pro 100.000 Einwohner infiziert haben.

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Leicht gestiegen ist hingegen die Reproduktionszahl. Ein Coronainfizierter hat in Österreich zuletzt 0,88 Personen angesteckt, ergeben die aktuellen Berechnungen von AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und TU Graz, die am Freitag veröffentlicht wurden. Die Kennzahl war höher als in der Vorwoche, wo sie mit einem Schätzwert von 0,79 angegeben wurde. Die tägliche Steigerungsrate der Neuinfektionen lag bei minus 0,8 Prozent.

Die effektive Reproduktionszahl liegt für den 16. Dezember in allen Bundesländern unter 1,0. Die Anzahl der täglich neudiagnostizierten Fälle ist aber in allen Bundesländern auf einem erhöhten Niveau. Ein Wert von 1,0 bedeutet, dass pro Infektionsfall ein weiterer Fall ausgelöst wird und sich das Virus damit endemisch ausbreitet. Daher ist es das Ziel, den Wert deutlich darunter zu drücken.

Die Reproduktionszahl gibt jedoch keine Aussage über das Niveau der Neuinfektionen, betonen die Experten von AGES und TU Graz. „Die Anzahl der täglich neudiagnostizierten Fälle ist in allen Bundesländern auf einem erhöhten Niveau“, warnten sie in dem wöchentlichen Update ihrer Berechnungen auf der AGES-Webseite.

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