Zahl der Toten nach Griechenland-Waldbränden stieg auf 93

Die Zahl der Toten nach den verheerenden Waldbränden in Griechenland ist auf 93 gestiegen. Laut Zivilschutzbehörde starb am Donnerstag eine 78-jährige Frau im Krankenhaus. Bereits am Mittwoch war ein 83-jähriger Mann seinen Verletzungen erlegen. Insgesamt kamen demnach 45 Frauen, 35 Männer und elf Kinder bei den Bränden von Ende Juli ums Leben, bei zwei Opfern war die Identität noch nicht geklärt.

Die Opferzahlen könnten noch steigen: 34 Menschen befinden sich der Behörde zufolge weiterhin im Krankenhaus. Sechs davon schwebten in Lebensgefahr.

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Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras stellte am Donnerstag 500 Millionen Euro für die Reform des Katastrophenschutzes in Aussicht. Es komme nun darauf an, die Gründe für die „Tragödie“ gründlich aufzuarbeiten und Maßnahmen zu ergreifen, um ähnliche Katastrophen in Zukunft zu verhindern, sagte Tsipras in einer Fernsehansprache.

Tsipras sagte weiter, er habe Wissenschafter der Max-Planck-Gesellschaft mit einer Untersuchung beauftragt, bei der auch konkrete Empfehlungen gegeben werden sollten. „Nichts kann vergessen werden, nichts darf verschleiert werden“, sagte er.

Am 23. Juli waren in der Umgebung der Hauptstadt Athen Waldbrände ausgebrochen, die sich rasend schnell ausbreiteten und unter anderem die Orte Mati und Rafina an der Küste erreichten. Die Opposition wirft der Regierung Versagen bei der Warnung der Bevölkerung und der Evakuierung der betroffenen Gebiete vor.

Die Regierung machte auch geltend, dass sich das Feuer wegen heftiger Winde extrem schnell ausgebreitet habe, so dass nicht genügend Zeit für eine ordnungsgemäße Evakuierung geblieben sei.