ZAMG: Satelliten zeigen Rückgang von Stickstoffdioxid in Österreich

Satellitenanalysen zeigen den Rückgang der Stickstoffdioxid-Emissionen in Österreich als Folge der Corona-Maßnahmen.

Der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zufolge hat durch den Rückgang des Verkehrs der Beitrag der Stickstoffdioxid-Quellen in Österreich in den vergangenen Wochen markant abgenommen. Je dichter eine Region besiedelt ist, desto stärker sei der Effekt.

Wie Marcus Hirtl von der ZAMG in einer Aussendung erklärte, können die beobachteten Veränderungen der Stickstoffdioxidkonzentration nicht nur durch geringere Emissionen erklärt werden. Die Wissenschafter untersuchen deshalb, wie stark der Einfluss anderer Faktoren ist, wie etwa der meteorologischen Bedingungen.

Die Auswertung beruht auf der laut ZAMG ersten europäischen Datenplattform, mit der Daten des vor zwei Jahren gestarteten ESA-Satelliten „Sentinel-5P“, von Bodenmessungen und Daten von Vorhersage- und Analysemodellen erforscht und visualisiert werden können. Entwickelt und betrieben wird die Plattform von einem österreichischen Konsortium bestehend aus der ZAMG und den beiden österreichischen Unternehmen SISTEMA (Projektleitung) und EOX IT.

„Sentinel-5P“ liefert erstmals für die gesamte Erde flächendeckende Messungen von zahlreichen gesundheitlich relevanten Spurengasen wie Stickstoffdioxid, Ozon, Formaldehyd, Schwefeldioxid, Methan, Kohlenmonoxid sowie von Aerosolen. Auf der neuen Plattform können laut Hirtl alle Daten direkt verarbeitet und visualisiert werden, sie sei die erste in Europa, „die derart hochwertige und umfassende Analysen ermöglicht.“

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