Zehn Jahre danach: „Wir leben ,Kulturhauptstadt’ nach wie vor“

Kulturjahr 2019 steht ganz im Zeichen des Linz09-Jubiläums

Das Ars Electronica Center ist, wie viele andere Einrichtungen in Linz, ein Kind des Kulturhauptstadtjahres 2009 und feiert heuer deshalb sein Zehnjähriges. Zu diesem Anlass wird dem bestbesuchten Museum in OÖ eine neue Dauerausstellung spendiert.
Das Ars Electronica Center ist, wie viele andere Einrichtungen in Linz, ein Kind des Kulturhauptstadtjahres 2009 und feiert heuer deshalb sein Zehnjähriges. Zu diesem Anlass wird dem bestbesuchten Museum in OÖ eine neue Dauerausstellung spendiert. © Ars Electronica/Robert Bauernhansl

Kaum zu glauben, aber die einjährige Zeitspanne, in der Linz den Titel als europäische Kulturhauptstadt trug, ist heuer bereits ein ganzes Jahrzehnt Geschichte. Dieses Jubiläum wird deshalb im Kulturjahr 2019 eine größere Rolle spielen. Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer sieht die Stadt Linz – im Gegensatz zu der Meinung von Bürgermeister Klaus Luger – dauerhaft positiv verändert, wie sie am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zum Kulturprogramm betonte: „Linz09 dauert an. Wir leben ,Kulturhauptstadt’ nach wie vor. Mit dem Jahresschwerpunkt können wir selbstbewusst zeigen, dass Linz 2019 ein Kulturplayer auf europäischem Niveau ist. Die Vision von damals wurde weiterentwickelt. Ein besonderes Highlight des Kulturjahres wird die Neugestaltung der Dauerausstellung im AEC um vier Millionen Euro, mit der auch 40 Jahre Ars Electronica Festival gefeiert wird.“ Gesamt betrachtet wurde für heuer ein Budget von rund 52 Millionen Euro veranschlagt. Als „Aushängeschild mit internationaler Strahlkraft“ bezeichnete Lang-Mayerhofer das Ars Electronica Center, das Anfang Mai mit einer gänzlich neuen dauerhaften Ausstellung begeistern soll.

AEC erfindet sich nach zehn Jahren neu

Der groß angelegte thematische und architektonische Ausstellungsumbau mit medial-kritischer Auseinandersetzung soll die rasanten Entwicklungen des letzten Jahrzehnts auch mit einem interaktiveren Ansatz beleuchten. Seit der Eröffnung im Kulturhauptstadtjahr kann sich das Museum als bestbesuchtes im Land bezeichnen. Abseits dieser Investition schreibt man im Sinne des Kulturentwicklungsplans und der Unesco City of Media Arts zu Jahresbeginn ein Sonderförderprogramm unter dem Titel „Linz_sounds“ zur Förderung von Digitalisierung in der Musik aus. Nachhaltig unterstützt werden sollen dadurch Projekte von Musikern mit Linz-Bezug. 20.000 Euro sind dafür insgesamt dotiert.

Neues und „Altbewährtes“

Ebenfalls neu wird heuer ein biennales Ausstellungsformat mit dem Titel „Linz FMR 2019“ für Kunst in digitalen Kontexten und öffentlichen Räumen sein. Ab Ende März findet die erste Ausgabe an der Linzer Donaulände zwischen Nibelungenbrücke und Voest-Brücke statt, danach an wechselnden Schauplätzen. Zehn Jahre Jubiläum feiern zudem der Südflügel des Schlossmuseums, das Atelierhaus Salzamt, der Kepler Salon und das Nextcomic-Festival. Allesamt haben 09-Feierlichkeiten im Programm eingeplant. Bereits zum 15. Mal findet heuer das Crossing Europe Filmfestival von 25. bis 30. April statt. Und das Kunstmuseum Lentos setzt sich unter anderem neben einer Ausstellung zum Künstlerpaar Maria Lassnig und Arnulf Rainer im Herbst mit dem Leben und Wirken von Wolfgang Gurlitt auseinander.

hu