Ziel: Mehr Handel mit Japan

Kanzler Kurz und Japans Premier Abe wollen wirtschaftliche Beziehungen vertiefen

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Premierminister Shinzo Abe bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz in der Residenz des Premierministers in Tokio.
Bundeskanzler Sebastian Kurz und Premierminister Shinzo Abe bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz in der Residenz des Premierministers in Tokio. © AFP/Franck Robichon

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am Freitag seine Ostasien-Reise in Japan fortgesetzt. In Tokio empfing ihn Premierminister Shinzo Abe. Beide waren sich nach ihrem Gespräch einig, dass das am 1. Februar in Kraft getretene Handelsabkommen der EU mit Japan (JEFTA) neue Impulse zur Stärkung der bilateralen Handelsbeziehungen geben sollte.

Wie schon Kurz’ Besuch am Donnerstag in Südkorea steht auch die Visite in Japan im Zeichen der Wirtschaftsbeziehungen sowie des Austausches im Wissenschafts- und Technologiebereich. Kurz wird von Wissenschaftsminister Heinz Faßmann und Technologieminister Norbert Hofer begleitet. Hinter China ist Japan der zweitgrößte Markt für Exportgüter und -dienstleistungen österreichischer Firmen in Asien. Die Außenhandelsbilanz mit Japan ist aus heimischer Sicht negativ. Österreich exportierte laut Wirtschaftskammer 2017 in einem Ausmaß von 767 Millionen Euro weniger nach Japan als es von dort importierte. Durch JEFTA wurden Zölle und andere Handelshemmnisse zwischen den EU-Staaten und Japan nahezu vollständig abgebaut.

Kurz stattete in Tokio zudem dem Honda-Konzern einen Besuch ab. Honda ist nicht nur der größte Motorenhersteller der Welt, sondern auch in der Robotertechnologie tätig. So machten Kurz und Hofer mit dem Roboter Asimo Bekanntschaft, der nicht nur hüpfen und sprechen kann, sondern auch die Gebärdensprache beherrscht. In Zukunft arbeitet Honda Robotics mit Blick auf die überalterte Bevölkerung darauf hin, Roboter etwa in der Altenbetreuung einzusetzen. Trotz Überalterung setzt Japan nicht auf Zuwanderung im großen Stil, um an Pflegekräfte zu kommen.