Zivilisten bei russischen Luftangriffen in Idlib getötet

Trotz der Ausrufung einer Waffenruhe durch die syrische Armee in Idlib sind in der Rebellenbastion laut Aktivisten erneut zehn Zivilisten bei russischen Luftangriffen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag erklärte, kamen bei den nächtlichen Angriffen nahe der Stadt Kafranbel fünf Kinder, vier Frauen und ein Mann ums Leben.

Bei den Angriffen wurde demnach zudem ein Krankenhaus stark beschädigt. Ein AFP-Reporter sah in der Nähe von Kafranbel mindestens fünf Häuser, die beschädigt oder gänzlich zerstört waren. Die Luftangriffe erfolgten, nachdem die russische Armee am Sonntag mitgeteilt hatte, dass ihre syrischen Verbündeten in der Nacht auf Samstag eine “einseitige Waffenruhe” erklärt hätten. Aktivisten berichteten jedoch, dass die Luftangriffe auch nach der Ankündigung der Truppen von Machthaber Bashar al-Assad weitergingen.

In Idlib und angrenzenden Gebieten unter Kontrolle der Jihadistenallianz Hajat Tahrir al-Sham und islamistischer Rebellen gilt seit September eine brüchige Waffenruhe. Seit Ende April werden aber aus der Region vermehrt Angriffe der Regierungstruppen und der russischen Luftwaffe gemeldet. Die UNO warnte am Freitag bei einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats vor einer “humanitären Katastrophe”, sollten die Kämpfe andauern.

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