Zündler ausgeforscht: Mann wollte mit Bränden Mieter vertreiben

Steyrer wollte Bewohnern Angst einjagen – Großbrand nur mit viel Glück verhindert – 40-Jähriger festgenommen

Weil er zwei Bewohner aus einer Wohnanlage vertreiben wollte, wurde ein 40-jähriger Steyrer zum Brandstifter. Die Polizei konnte ihn ausforschen. Jetzt sitzt der Mann in Haft.

Begonnen hatte es am 20. März: Ein im Stiegenhaus des Mehrparteienhauses im Steyrer Stadtgebietes abgestellter Kinderwagen ging in Flammen auf. Obwohl die Feuerwehr rasch löschen konnte und dadurch ein Übergreifen der Flammen auf die Fassade verhinderte, wurde das Stiegenhaus stark verrußt, Scheiben brachen. Der angerichtete Sachschaden war erheblich.

Nur wenige Tage später – am 3. und 6. April – gingen Müllcontainer vor dem Haus in Flammen auf. Anfang Mai war es ein Postkasten, der durch einen gelegten Brand beschädigt wurde. Schließlich wurden am 9. Mai kurz vor Mitternacht am Dachboden des Gebäudes abgestellte Möbel angezündet.

Dass dadurch kein Großbrand entstand, war Nachbarn zu verdanken, die den Brand zufällig entdeckten und Alarm schlugen. Nur durch das rasche Einschreiten der alarmierten Feuerwehr konnten ein Vollbrand und eine Gefährdung der Bewohner der 20 Wohneinheiten verhindert werden.

Im Zuge der Ermittlungen fiel der Verdacht auf den 40-Jährigen, der auch in dem Mehrparteienhaus wohnt. Nach anfänglichem Leugnen legte er im Verhör durch die Polizei ein Geständnis ab.

Er habe zwei Mieter des Hauses in Angst versetzen und so zum Ausziehen bewegen wollen, begründete der Mann. Dass er sich dabei nicht nur selber, sondern auch andere Hausbewohner in Gefahr brachte, habe er nicht bedacht. Er wurde festgenommen und in die Justizanstalt Garsten eingeliefert.

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