Zugunglück fordert eine Tote und 22 Verletzte

In Niklasdorf im Bezirk Leoben gerieten zwei Personenzüge seitlich aneinander — Auch drei Kinder unter den Verletzten

31

LEOBEN — Eine Tote und 22 Verletzte, darunter drei Kinder, hat am Montag eine Zugkollision im obersteirischen Niklasdorf bei Leoben gefordert. Nach ersten Informationen waren ein EuroCity mit Kurs von Graz nach Saarbrücken und ein ÖBB-Cityjet mit Kurs von Friesach in Kärnten nach Mürzzuschlag aus noch ungeklärter Ursache seitlich zusammengestoßen. In der Folge entgleiste einer der Züge.

Es kam zu einem Großeinsatz der Helfer. 60 Passagiere und Bedienstete mussten geborgen werden. Insgesamt waren drei Feuerwehren mit 42 Einsatzkräften sowie 19 Rettungs- und zwei Notarztfahrzeuge im Einsatz. Die Verletzten wurden in umliegende Spitäler eingeliefert.

Die Frau, die das Unglück nicht überlebt hat, dürfte nach Informationen der Polizei im EC216 von Graz nach Saarbrücken gesessen sein. Über ihre Nationalität war vorerst nichts bekannt. Durch die Kollision dürfte es zu Schäden an Masten und Oberleitungen der ÖBB gekommen sein. Inwieweit das Gleisbett durch die aus den Schienen gesprungenen Züge in Mitleidenschaft gezogen wurde, ließ sich noch nicht sagen. Zumindest ein Waggon des Zuges nach Saarbrücken, es handelt sich um eine Garnitur der Deutschen Bahn, wurde auf der ganzen Seite aufgerissen.

Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt übernommen.