Zusätzliche „Blackhawks“ für Heer

Verteidigungsminister Kunasek nennt noch keine Summe für neue Hubschrauber

Auch bei Waldbränden sind Hubschrauber des Bundesheeres im Einsatz.
Auch bei Waldbränden sind Hubschrauber des Bundesheeres im Einsatz. © BH/Gorup

Unter dem Titel „Katastrophenschutzpaket“ hat die Regierung gestern ein entsprechendes Sonderinvestitionsbudget für das Heer beschlossen. Es sollen drei neue Black Hawks und zwölf leichte Mehrzweckhubschrauber gekauft werden. Man erreiche damit erstmals volle Staffel-Stärke bei den Black Hawks. Außerdem ist die Anschaffung von Nachfolgemodellen für die derzeit 21 „Alouette III“-Hubschrauber, die seit 1968 beim Bundesheer im Einsatz sind, fix. Welches Modell es werden soll, ist noch offen. Insgesamt eine „große, große Investition“, so Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ). Nach APA-Informationen dürfte es um gut 400 Mio. Euro Sonderbudget gehen.

Was ihn als Steirer ganz besonders freue sei, dass der Heli-Standort Aigen im Ennstal — wo die alten „Alouette III“ stehen, die nun ersetzt werden sollen — damit gesichert sei. Kunasek will 2020 als FPÖ-Spitzenkandidat bei der steirischen Landtagswahl antreten. Der erste zusätzliche Black Hawk soll Ende 2020/Anfang 2021 in Österreich sein, kündigte der Minister an. Auch ÖVP-Wehrsprecher Michael Hammer sieht das Paket positiv, damit werde auch „der Katastrophenschutz in unserem Land wieder gestärkt“. Für den steirischen SPÖ-Chef Michael Schickhofer sind es hingegen zu wenig Hubschrauber: „Volle Sicherheit braucht mehr als zwölf Hubschrauber.“

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Ersatz für „Pinzgauer“

Am Boden geht es unterdessen um ein geländegängiges Fahrzeug als Nachfolger für die „Pinzgauer“ sowie um neue Lkw. Im Zuge der Sonderinvestition sollen nun 30 Millionen Euro für den Ankauf von Fahrzeugen zur Verfügung stehen. Es sei klar, dass man „bei weitem“ nicht den Gesamtbedarf decken werde, räumte der Minister ein. Wie es mit den Eurofightern weitergeht, soll bis Jahresende geklärt sein. Kunasek bestätigte „interne Diskussionen“, diese liefen aber sachlich und beruhten auf den verschiedenen Optionen im von der entsprechenden Sonderkommission vorgelegten Bericht.