Zverev sorgt mit weiterem Party-Besuch für Empörung

Der deutsche Tennis-Star Alexander Zverev ist knapp eine Woche nach dem vorzeitigen Abbruch der Adria-Tour wegen eines neuerlichen Party-Besuchs in die Negativschlagzeilen geraten. Der Weltranglisten-Siebente war am Sonntag auf einer Instagram-Story des Modedesigners Philipp Plein bei einer Party in seinem Wohnort Monaco zu sehen. Das Video wurde mittlerweile gelöscht.

Auf Twitter kursiert jedoch weiterhin eine vom US-Tennis-Journalisten Ben Rothenberg erstellte Kopie. Zverev nahm im Juni zusammen mit Dominic Thiem und anderen Tennis-Stars an der von Novak Djokovic initiierten Adria-Tour teil. Unter Missachtung der Distanz- und Hygieneregeln im Kampf gegen das Coronavirus feierten Djokovic und Co. in einem Belgrader Nachtclub eine ausgelassene Party. Prompt wurden daraufhin sowohl Djokovic als auch Grigor Dimitrov, Borna Coric und Viktor Troicki positiv auf Covid-19 getestet.

Vor einer Woche entschuldigte sich Zverev in einem Statement bei all jenen, die er möglicherweise in Gefahr gebracht hat, weil er bei dieser Tour gespielt hatte. Dazu kündigte der 23-Jährige an, sich in Selbstisolation zu begeben und sich weiteren Tests zu unterziehen. Die durchgeführten Corona-Tests seien allesamt negativ ausgefallen.

Dass Zverev die Quarantäne-Zeit nun offenbar nicht eingehalten hat, nahm die Tennis-Szene bestürzt zur Kenntnis. Am deutlichsten meldete sich Nick Kyrgios zu Wort: “Wie egoistisch kann man sein?”, fragte der Australier in seiner Instagram-Story. “Wenn du schon so dreist bist, dieses vorgefertigte Statement deines Managements zu veröffentlichen, dass du dich 14 Tage selbst isolierst und dich bei allen entschuldigst, bleib doch auch zuhause für 14 Tage.”

Trotz der Kritik an der Adria-Tour soll indes das Damen-Tennisturnier in Prag vor rund 2.000 Zuschauern stattfinden. Die Prague Open seien Teil des provisorischen WTA-Tour-Kalenders und werden vom 10. bis 15. August in der tschechischen Hauptstadt ausgetragen, teilten die Veranstalter am Montag mit. Das Preisgeld beträgt rund 200.000 Euro.

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