Zwei Ausstellungen zum Abschied

Kunstuni Linz: Zendron und Wegerbauer gehen in den Ruhestand

Mit Rainer Zendron und Johannes Wegerbauer verabschieden sich zwei langdienende Lehrende der Kunstuniversität Linz in den Ruhestand.

Was sie und die Uni sich aus diesem Anlass quasi gegenseitig schenken: zwei Ausstellungen — eine an der ehemaligen Wirkungsstätte, die andere in Wien.

Ein „BestOFF“ der Auswirkungen

„Zendron und Wegerbauer haben viele Generationen durchs Studium begleitet und damit wesentlich zur Entwicklung unzähliger Studierender und darüber hinaus der gesamten Universität beigetragen. Davon profitiert der Kunst- und Kulturstandort nachhaltig“, bedankt sich Rektorin Brigitte Hütter bei den beiden „prägenden Künstlerpersönlichkeiten“.

Rainer Zendron, der an der Kunstuni u.a. Kunstgeschichte und kuratorische Praxis lehrte, war von 2000 bis 2017 Vizerektor für Lehre sowie für Forschung und Entwicklung. Seine Tätigkeiten als Künstler und Kurator prägen das Land seit Jahrzehnten, das „Festival der Regionen“ und der „Höhenrausch“ sind nur zwei Beispiele von vielen.

Zendrons Abschiedspräsent: die aktuelle „BestOFF“- Ausstellung, die Studenten der Kunstuniversität und ihre aktuellen Arbeiten vor den Vorhang holt. Corona-bedingt musste die Schau, die üblicherweise im Herbst stattfindet, verschoben werden. Sie findet, kuratiert von Zendron und Simone Barlian, von 10. Juni bis 3. Juli statt — im Fokus: die Pandemie und ihre Auswirkungen.

„Es kommt immer etwas anderes heraus …“

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Johannes Wegerbauer, der sich der Fotografie im Kontext mit Architektur, Reportage, Werbefotografie und künstlerischen Projekten verschrieben hat, lehrte seit dem Jahr 2004 in der Abteilung Visuelle Kommunikation am Institut für Medien. Seine Leitsätze: „In der Fotografie herrschen auch wider Willen des Einzelnen die Naturgesetze. Es kommt immer etwas anderes heraus, als man vorhatte.“

„Jeder scheitert so gut er kann“, gibt Wegerbauer zu seiner Pensionierung die Devise aus. Die gleichnamige Ausstellung mit Studierenden-Arbeiten ist im Zuge der Aktion „Junge Kunst auf der Feststiege“ im Bildungsministerium in Wien zu sehen.

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