Zwei Bankomaten gesprengt

Täter schlugen in einer Nacht in Linz und Ottnang zu: Ohne Beute geflohen

LINZ/OTTNANG — Unbekannte haben in der Nacht auf Freitag in Oberösterreich zwei Bankomaten gesprengt. Die Täter, die in einem Fall einen Brand verursacht haben, entkamen in beiden Fällen ohne Beute.

Zunächst war kurz nach zwei Uhr in Linz der Alarm losgegangen. In einen Bankomaten der Oberbank-Filiale am Spallerhof war Gas eingeleitet und zur Explosion gebracht worden. Als die Polizisten ankamen, waren die Täter fort. Am sichergestellten Video ist nur ein (vermummter) Mann zu sehen — etwa 20 bis 35 Jahre alt und schlank, wie LKA-Chefermittler Rudolf Frühwirth sagt. Erbeutet wurde nichts. Bei der zweiten Tat, die nur zwei Stunden später bei der Raiba-Filiale in Ottang am Hausruck (Bez. Vöcklabruck) geschah, dürfte, so Frühwirth „überhaupt einiges schief gegangen sein“. Denn statt zu einer Explosion kam es zu einem Feuer. Auch in diesem Fall blieb das Geld zurück.

Zwei Taten in einer Nacht — das lässt den Schluss zu, dass es sich in beiden Fällen um dieselben Täter gehandelt hat. Frühwirth gibt sich jedoch noch zurückhaltend: „Noch wollen wir uns nicht festlegen“, sagt er, zumal die Tatorte weit auseinander liegen und die Täter diese zuvor meist auskundschaften.

Trio geschnappt

Einen Erfolg gibt es allerdings zu vermelden: Im deutschen Solingen wurden drei Moldawier (21 bis 28 Jahre) bei einem Einbruchsversuch festgenommen, auf deren Konto zwei Bankomat-Einbrüche am 15. und 16 März in Tirol und in St. Stefan-Afiesl (Bez. Rohrbach) gehen. Gemeinsam mit den Kollegen aus Tirol war das Trio im Vorfeld ausgeforscht worden.

Damit sind vier Taten im heurigen Jahr (Lohnsburg, Aspach) noch ungeklärt.

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