„Zwei erfahrene Kenner“ übernehmen Kommando bei Salzkammergut 2024

Bad Ischl: Manuela Reichert übernimmt die kaufmännische, Stephan Rabl die künstlerische Geschäftsführung der Europäischen Kulturhauptstadt

An einem prächtig-warmen Herbsttag in der Kaiserstadt Bad Ischl wurden Freitagnachmittag jene beiden Menschen der Öffentlichkeit präsentiert, die in den kommenden vier Jahren das Kommando über die Europäische Kulturhauptstadt Bad Ischl–Salzkammergut 2024 übernehmen werden.

Manuela Reichert wird kaufmännische Leiterin, Stephan Rabl künstlerischer Geschäftsführer der neu gegründeten GmbH. 63 Interessenten hatten sich für die beiden Positionen beworben, gestern hat die Generalversammlung die Besetzung beschlossen.

In ihren kurzen Eröffnungsworten im Ischler Kongress- und Theaterhaus beglückwünschte Margot Nazzal, die neue Leiterin der Direktion Kultur und Gesellschaft des Landes OÖ, die beiden und freute sich darauf, „dass Europa bald ins Salzkammergut kommt“.

17 Jahre leitete Reichert den Kulturpark Traun

Reichert übernimmt ihre aufgetragenen Agenden Mitte November. Die vergangenen zwei Jahre wirkte sie als Geschäftsführerin der Philharmonie Salzburg und der Kinderfestspiele. Davor war die Kulturmanagerin mehr als 17 Jahre lang die Geschäftsführerin der Kulturpark Traun GmbH.

Die in Salzburg aufgewachsene Betriebswirtin lebt seit mehr als 20 Jahren in OÖ. „Kultur ist essenziell für die Gesellschaft, davon bin ich überzeugt – unabhängig davon, welche Herausforderungen uns die jeweilige Zeit bereithält. Bad Ischl setzt gemeinsam mit dem Salzkammergut einen kräftigen Impuls in Sachen Kultur und Tourismus für die Region, ich freue mich, bei der Entwicklung und Durchführung dabei sein zu dürfen“, so Reichert.

Stephan Rabl, geboren in Waidhofen an der Thaya, übernimmt bereits ab Anfang November die künstlerische Leitung. Er wird gemeinsam mit einem Team für die Weiterentwicklung und Erarbeitung des künstlerischen Programms der Kulturhauptstadt verantwortlich sein. Rabl bringt dabei umfassende Expertise im Bereich Theater, Jugend und Festival- bzw. Veranstaltungsorganisation mit. Er war künstlerischer Leiter des Theater- und Tanzfestivals Schäxpir in Linz sowie des Dschungel Wien im MuseumsQuartier.

Rabl: Vom Clown zum künstlerischen Leiter

Spannend: Seine Laufbahn im Kulturbereich begann Rabl ursprünglich als Clown und Performer, später arbeitete er als Theaterschauspieler und Regisseur. Mit dem Festival Szene Bunte Wähne bzw. Szene Waldviertel war Rabl auch im ländlichen Raum tätig. Auch er hat bereits konkrete Vorstellungen von dem, was kommt, ließ sich aber am Freitag noch nicht ganz in seine Karten schauen: „Kultur ist Motor, Gegensätze zu verbinden. Ich beginne mit einer gewissen Demut diese Aufgabe. Inmitten der gegenwärtigen Umwälzung des Zusammenlebens und der tiefgreifenden Veränderung von regionalen und internationalen Kulturlandschaften einen europäischen Kulturhauptstadtgedanken zu formulieren ist eine der spannendsten Herausforderungen für mich.“

Auch Landeshauptmann Thomas Stelzer gratuliert aus der Ferne: „Ich freue mich, dass zwei erfahrene Kenner des kulturellen Lebens OÖ die operative Verantwortung für ,Salzkammergut 2024′ übernehmen.“

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