„Zwei erfolgreiche K’s: Unser Kurs und Kurz“

Landeshauptmann Stelzer sieht konstruktiven Stil ohne Anpatzen der Mitbewerber bestätigt – Rasch stabile Regierung notwendig

V. l. Vbgm. Bernhard Baier, LR Max Hiegelsberger, LH-Stv. Christine Haberlander, LH Thomas Stelzer, OÖVP-Geschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer, NR-Abg. Claudia Plakolm und LR Markus Achleitner freuen sich über das Wahlergebnis.
V. l. Vbgm. Bernhard Baier, LR Max Hiegelsberger, LH-Stv. Christine Haberlander, LH Thomas Stelzer, OÖVP-Geschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer, NR-Abg. Claudia Plakolm und LR Markus Achleitner freuen sich über das Wahlergebnis. © OÖVP/fotokerschi

Es seien „zwei erfolgreiche K’s“ gewesen, die den Erfolg für die ÖVP bei der Nationalratswahl ermöglicht haben, „unser Kurs und Sebastian Kurz“.

Das sagte gestern Landeshauptmann Thomas Stelzer in einer Reaktion nach der ersten Hochrechnung. „Wir haben einen sehr starken Spitzenkandidaten im Angebot, und wir haben auch einen sehr klaren Kurs.“

„Abstimmung zugunsten eines positiven Stils“

Die Wahl sei zudem eine Abstimmung zugunsten eines positiven Stils gewesen, zeigte sich Stelzer auf VOLKSBLATT-Anfrage erfreut: „Es haben die positiven Kräfte gewonnen, die für etwas eingetreten sind. Und es gab eine klare Absage an die, die glauben, mit massivem Anpatzen anderer könnte man gewinnen.“

Ähnlich sieht das OÖVP-Landesgeschäftsführer LAbg. Wolfgang Hattmannsdorfer: „Jene, die Sebastian Kurz abgewählt haben, sind abgestraft worden.“ Und auch Hattmannsdorfer sieht „mutiges Entscheiden und konsequentes Umsetzen“ belohnt. Dies belege auch die Tatsache, dass „der Abstand zwischen Erstem und Zweitem noch nie zuvor so groß war“.

Für Stelzer ist wichtig, „dass nun möglichst schnell und stabil weitergearbeitet“ werden kann. Man sei bereit, „Gräben, die andere im Wahlkampf aufgerissen haben, zuzuschütten“. Im Hinblick auf künftige Koalitionen gelte es abzuwarten, wie sich in den anderen Parteien „das Personelle sortiert“, sagte der Landeshauptmann.

Stelzer betont „klare inhaltliche Vorgaben“

Ein Koalitionspartner müsse jedoch „akzeptieren, dass wir klare inhaltliche Vorgaben haben. Denn es macht Sinn, dass man viel von dem umsetzen kann, was man sich vorgenommen hat.“ Es brauche eine Politik des Miteinander. Gefragt danach, ob er mit Sebastian Kurz hinsichtlich möglicher Koalitionen sprechen werde, sagte Stelzer: „Natürlich werden wir das intern gemeinsam besprechen. In erster Linie geht es um die Inhalte.“

Erfreut zeigte sich Stelzer darüber, dass die ÖVP auch in Oberösterreich satte Zugewinne verzeichnen konnte. Dass Kurz aufgrund des Wahlergebnisses wohl jedenfalls Kanzler werde, tue auch dem Bundesland gut: „Denn wir haben in Oberösterreich Anliegen größerer Natur, bei denen wir die Bundesregierung brauchen“, nennt Stelzer etwa Infrastrukturprojekte, das Thema Pflege sowie das Ziel, die Zahl der Polizisten im Land weiter zu erhöhen.

Den Grund für den Absturz der FPÖ ortet Stelzer „in der heftigen, undurchsichtigen Lage“ der letzten Tage. Ob ihn etwas überrascht habe, beantwortete er schmunzelnd: „Die ÖVP hat meine Erwartungen noch übertroffen.“ Den Wahltag lasse man gemeinsam ausklingen: „Wir feiern einen großen Erfolg und wir feiern eine große Gemeinschaftsleistung.“

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