Zwei Legenden unter dem Dach

Black Wings: Die Lukas-Brüder werden am Freitag nach Capitals-Match verabschiedet

Zwei Brüder mit Heldenstatus: Das 55er- (Robert Lukas/l.) und das 21er-Trikot (Philipp Lukas/r.) werden heute feierlich unter das Hallendach gehoben.
Zwei Brüder mit Heldenstatus: Das 55er- (Robert Lukas/l.) und das 21er-Trikot (Philipp Lukas/r.) werden heute feierlich unter das Hallendach gehoben. © APA/Punz

Von Christoph Gaigg

Der 14. September 2018 ist nicht nur der Tag der großen Saisoneröffnung gegen die Vienna Capitals (19.15). Es ist auch jener Tag, der bei den Liwest Black Wings ganz im Zeichen zweier lebender und ewiger Legenden des Linzer Eishockeysports stehen wird. Philipp und Robert Lukas werden im Rahmen des Lukas-Days offiziell verabschiedet.

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Mit 910 Ligamatches ist Philipp Rekordspieler des Vereins, 18 Jahre trug er mit Hingabe und Leidenschaft das Trikot der Wings, mittlerweile ist er unter anderem als Konditionstrainer tätigt. 762 Mal stand Bruder Robert in 14 Jahren für Linz am Eis, insgesamt brachte es der 40-Jährige sogar auf 1035 Einsätze in der höchsten österreichischen Spielklasse.

Weil das Match als TV-Live-Spiel ausgewählt wurde, kann die offizielle Zeremonie, bei der Trikots mit den Nummern 21 und 55 unters Hallendach gehoben wird, erst nach der Schlusssirene abgehalten werden, was den Emotionen aber keinen Abbruch tun sollte. „Ich hoffe, dass das Ergebnis entsprechend ausfallen wird, das wäre für die Stimmung besser“, wünscht sich Robert einen Sieg zum Saisonauftakt.

„Hatte keine Zeit, darüber nachzudenken“

Über seine Emotionen hat sich der vielbeschäftigte, neue Nachwuchsleiter noch keine Gedanken gemacht. Zwangsläufig. „Ich hatte keine Zeit, darüber nachzudenken, lasse das auf mich zukommen. Jeder weiß, dass ich gerne weitergespielt hätte, aber damit habe ich jetzt abgeschlossen.“

Die härteste Umstellung im neuen Job, bei dem der Schlaf schon mal auf der Strecke bleibt, wie er sagt? „Ich war es gewohnt, wenn ich etwas gescheit haben will, dann mache ich es selber. Ich muss erst lernen, Dinge weiterzugeben“, sagte Lukas, für den Werte wie Disziplin und Respekt an oberster Stelle stehen.

Mittelfristig will er die derzeitige Zahl von 150 Kindern auf 200 in die Höhe schrauben, die im Idealfall für ganz oben ausgebildet werden sollen. „Ich war immer und bin ein harter Arbeiter, diese Mentalität will reinbringen. Das versuche ich vorzuleben und zu vermitteln.“