Drei Schwerverletzte nach Explosion in oö. Entsorgungsfirma

Die Explosion um 8.10 Uhr ging von einer Pressmaschine in einer Halle aus, sagte der Einsatzleiter Andreas Platzer von der Feuerwehr Hörsching. Beim Eintreffen der Wehren – insgesamt waren 250 Kräfte im Einsatz – hatten bereits alle Mitarbeiter das Gebäude verlassen, die Verletzten waren von ihren Kollegen hinausgebracht worden.

Ein 44-Jähriger wurde in die Klinik München-Bogenhausen geflogen, ein 46-Jähriger ins AKH Wien und ein 38-Jähriger in ein Linzer Krankenhaus. Sechs leichter Verletzte kamen in Linzer Spitäler.

20 Personen bei Explosion in der Halle

Mehr als 20 Personen hatten sich in der Halle, in der Plastik entsorgt wird, befunden. Die starke Detonation habe Fenster und Fensterstöcke herausgerissen, auch die Brandschutztür zum angrenzenden Bau hielt ihr nicht stand. „Die dritte Halle haben wir halten können“, berichtete Platzer. Darauf habe man sich konzentriert und dann mit Spezialgeräten und Großlöschtankwagen gegen die Flammen gekämpft. „Um 10.30 Uhr hatten wir den Brand unter Kontrolle.“

Insgesamt 35 Fahrzeuge waren an dem Einsatz beteiligt. Am Nachmittag waren zwei Abrissbagger angefordert, um das Dach wegzureißen, so dass weitere Brandherde – „das sind Riesentürme“ – ausgemacht und gelöscht werden konnten. In der Halle seien noch Ballen mit gepresstem Müll, in der Maschine, von der die Detonation ausging, noch Material drin, erklärte der Einsatzleiter.

Ermittler des Landeskriminalamts und der Brandverhütungsstelle seien zwar an Ort und Stelle gewesen, konnten aber die Halle, von der das Feuer ausging, noch nicht betreten. Somit war auch die Ursache des Unglücks weiterhin unklar. Die Anweisung an die Bevölkerung, die Fenster zu schließen, war bereits am Vormittag widerrufen worden, da keine Gefahr mehr drohte. Auch der Betrieb des nahegelegenen Flughafens war nicht beeinträchtigt.

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