„Zwischenparken“ beim AMS auf vier Monate verlängert

Wegen der Lockdowns haben viele Betriebe Mitarbeiter gekündigt – in vielen Fällen haben sie ihren Beschäftigten aber die Zusage gegeben, sie nach dem Lockdown wieder einzustellen. Arbeitslose mit solchen Wiedereinstellungszusagen beziehen Arbeitslosengeld, müssen sich aber vom AMS drei Monate lang nicht auf andere Arbeitsplätze vermitteln lassen. Weil es bis zur Öffnung einiger Branchen noch länger dauern wird, wurde diese Frist nun auf vier Monate verlängert.

Mit einer Arbeitslosenquote von rund 33 Prozent sei der Tourismus eine der am stärksten von der Krise betroffenen Branchen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Arbeitsminister Martin Kocher (beide ÖVP). Von den insgesamt 80.000 Arbeitslosen mit Einstellungszusage würden 10.000 auf die Tourismusbranche entfallen.

Ihnen stünden bis zur Wiedereinstellung dennoch Qualifizierungsangebote zur Verfügung – von Sprachkursen, über die Aneignung von Zusatzqualifikationen bis hin zu Lehrabschlüssen für Hilfskräfte.

„Unser Ziel ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tourismus in der Branche zu halten und ihnen eine Perspektive für die Zeit nach der Krise zu geben“, sagte Kocher laut Mitteilung. „Sobald die ersten Öffnungsschritte möglich sind, wird die Tourismusbranche auch wieder qualifizierte Arbeitskräfte brauchen. Darauf bereiten wir uns mit der verlängerten Frist bei Einstellzusagen vor.“

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