Wolfgang Holzmair: The Philips Recitals

Das Beste aus zwei Welten zu vereinen ist wahrlich nicht leicht, weder in der Politik, noch in der Kunst. Trotzdem schaffte es der Bariton Wolfgang Holzmair. Der gebürtige Vöcklabrucker vereinte tenorales Timbre und baritonale Erzählkunst und brachte die Gesangskunst damit in höchste Sphären.

Holzmair machte sich insbesondere als Lied-, Konzert- und Oratoriensänger einen Namen. Aber er war auch auf allen großen Opernbühnen der Welt erfolgreich und arbeitete mit führenden europäischen und amerikanischen Orchestern zusammen. Seit 1998 unterrichtet er darüber hinaus am Salzburger Mozarteum. 2014 zog er sich aber aus dem aktiven Konzertgeschehen zurück.

Doch nun gibt es ein Wiederhören: Das Plattenlabel Decca hat zu seinem heurigen 70. Geburtstag eine Box zusammengestellt: mit den Highlights der Liedkunst, etwa die drei Schubert-Zyklen oder die „Hits“ von Mozart, Haydn, Schuhmann und Beethoven einerseits. Andererseits aber auch mit Raritäten von Krenek, Eisler oder Faure, die man – leider – nur selten hört. Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“ rundet den Reigen ab.

Die 13 CDs wurden in den Jahren 1993 bis 2012 von Philips aufgenommen und sind einzeln schon hörenswert. In der Gesamtheit zeigen sie aber nicht nur das Schaffen eines großen Gesangskünstlers, sondern auch einen Querschnitt durch die Musikgeschichte der vergangenen 250 Jahre. Insgesamt sind es über 15 Stunden klassischer Hörgenuss — die man sich aber in Happen gönnen sollte.

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