Im Stadtlabor an der Zukunft forschen

Nordico zeigt Schau rund um Wohnen, Nahversorgung und Arbeit

Cohousing in der Holzstraße 15
Cohousing in der Holzstraße 15 © Violetta Wakolbinger

Zum Abschluss seines 50-Jahr-Jubiläums widmet sich das Linzer Stadtmuseum Nordico ab heute der Stadtentwicklung. Der Blick richtet sich ergebnisoffen in die Zukunft: In der Ausstellung „Stadtlabor — Linz im Wandel“ (bis 14. April 2024) können Besucher rund um Themen wie Wohnen, Nahversorgung, Arbeit oder Stadtklima selbst forschen und mitdiskutieren. Man stelle „wegweisende Ideen für ein Zusammenleben in der Stadt in den Mittelpunkt“, so Museumsleiterin Andrea Bina, „denn der städtische Raum und seine Bewohnerinnen und Bewohner befinden sich stets im Wandel“. Daher haben die Kuratoren Klaudia Kreslehner und Tobias Hagleitner die Schau als Labor konzipiert, das man stilgerecht durch eine Vorhangschleuse betritt. Im ersten Raum wird man von einer Computerstimme gebrieft, es gibt Unterlagen, Mitmach-Elemente und Fragebögen, um seine Wünsche und Vorstellungen zur Stadtentwicklung zu hinterlassen. Wer tiefer in die Materie eintauchen will, kann mit einem Stempelpass (einmal zahlen, sechsmal kommen) mehrmals die Schau besuchen.

Beim Thema Wohnen wird etwa ein Co-Housing-Projekt in der Linzer Holzstraße vorgestellt. Am Wohn-o-mat kann man anhand KI-generierter Bilder seinen Wohntraum erarbeiten und ausgedruckt bekommen. Zur Nahversorgung steht ein Community-Projekt im Franck- viertel im Fokus, zum Thema Arbeit ein inklusives Café. Ein offenes Labor ermöglicht es dem Besucher, mittels Faltschachteln Objekte in der Stadt — bzw. auf dem Stadtplan am Boden — zu platzieren. Zum Thema Klima geht es um die Lederergasse als Klimaachse und um deren Gestaltung und Nutzung.

Die Partizipation zieht sich als roter Faden durch die Ausstellung. In ein gelbes Telefon kann man seine Vorschläge zum Thema Stadtklima einsprechen. Diese werden gesammelt und können abgehört werden. Der Künstler Jaskaran Anand lässt die Bürger mittels Fragebogen zu Wort kommen. In zwölf in der Stadt verteilten Briefkästen kann man Gedanken und Wünsche deponieren, die auch ausgewertet werden.

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