2800 Kilometer durch die Wüste mit viel Glitzer und Glamour

Musiktheater: Roadmovie- Musical „Priscilla, Königin der Wüste“ ab 1. 1.

Wer meint, dass es in der Wüste eher öd zugeht, der irrt: Daniela Dett, Hanna Kastner, Judith Jandl
Wer meint, dass es in der Wüste eher öd zugeht, der irrt: Daniela Dett, Hanna Kastner, Judith Jandl © Barbara Pálffy

Die Titelrolle gehört Priscilla, Königin der Wüste. Sie ist ein abgehalfterter Tourneebus. Das Juke-Box-Musical erzählt die Geschichte zweier Dragqueens und einer Transsexuellen auf Reise durch das australische Outback. Als Film geriet die Low-Budget-Produktion von Stephan Elliot 1994 zunächst in der LGBTQ-Szene zum Kult. Preise räumte der Film bald drauf in Cannes ab und wurde schließlich mit einem Oscar geadelt. Stephan Elliot entwickelte mit Allan Scott auch das Musical, Österreich-Premiere ist nach zwei Lockdown-Verschiebungen am 1. Jänner im Musiktheater.

Die Travestiekünstler Tick, Bernadette und Adam kaufen einen desolaten Bus, den sie „Priscilla, Queen of the Desert“ taufen, um zumindest eines ihrer drei massiven Probleme zu lösen. Erstens ist die nächste Auftrittsserie im 2800 km entfernten Alice Springs, zweitens gibt´s noch keine Schauspieler für die große Show, und drittens lebt in Alice Springs auch der achtjährige Sohn von Tick, den er noch nie gesehen hat. Die Roadstory führt quer durch Australien, durch Wüste und die Glamour-Welt der Drag-Szene. Auf der Strecke wüste Kerle, Krach, Kampf, coole Dialoge und innige Verbindungen, neue und alte Beziehungen. Unbefangen geht Regisseur Christoph Drewitz an die Liebes- und sonstigen Beziehungen seiner Protagonisten heran, ungeachtet der Geschlechter. Alle Musiknummern stammen aus den 70er und 80er- Jahren. Rund zwanzig Dancefloor-Hits wie „It´s Raining Men“ der Weather Girls über Tina Turners „What´s Love Got To Do With It“ bis hin zum Village- People-Kracher „Go West“ begleiten die Fahrt nach Alice Springs.

Wandlungsfähiger Bus

Die titelgebende Hauptrolle inszeniert Bühnenbildner Andrew D. Edwards. Mit Einsatz aufwändiger Bühnentechnik spielt der Bus Innen- und Außenlandschaften, Wüste, Showbühne, schäbige Kneipen, Schrott- und Glitzerwelt. Außergewöhnliches hatte auch die Kostümwerkstatt zu meistern. Ab Jänner gibt es ein Wiedersehen mit zehn fixen Solisten des Musicalensembles, dazu agieren elf Gäste, drei Kinderdarsteller, und eine zwölf-köpfige Band in einer aufwändig inszenierten Roadstory zwischen Wüste und Glamour.

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