Neue Leitung im Diözesankunstverein

Die neue Obfrau Maria Reitter-Kollmann (li.) und ihre Stellvertreterin Veronika Kitzmüller (re.) wurden am 14. März neu gewählt. In der Mitte die ehemalige Obfrau Martina Gelsinger und Elisabeth Leitner-Litzlbauer als ihre Stellvertreterin. © DKV/C. Frauscher

Maria Reitter-Kollmann wurde bei der kürzlich durchgeführten Generalversammlung zur neuen Obfrau des Diözesankunstvereins Linz gewählt. Das gab der Verein heute in einer Aussendung bekannt. Die Linzerin ist promovierte Kunstwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten zeitgenössische Kunst und historische Farbfotografie sowie als Referentin in der Öffentlichkeitsarbeit der Caritas Oberösterreich tätig.

Unterstützt wird die neue Obfrau an der Spitze des Diözesankunstvereins von ihrer Stellvertreterin Veronika Kitzmüller, die in den letzten Jahren als Seelsorgerin verschiedene Projekte mit Künstlerinnen und Künstlern in oberösterreichischen Kirchen umgesetzt hat und als Domfrau engagiert ist.

Den Diözesankunstverein Linz, der heuer 165 Jahre alt wird, in neue Zeiten zu führen und das Interesse für Kunst durch Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern, Kunstfahrten und Ausstellungen wach zu halten, war eine der Intentionen von Martina Gelsinger, Obfrau von 2015 bis 2024 und ihrer Stellvertreterin Elisabeth Leitner-Litzlbauer. Daran wird das neue Führungsduo anknüpfen und den Kontakt zu aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern noch weiter ausbauen sowie den Dialog zwischen Kunst und Kirche stärken.

Der Diözesankunstverein ist der erste kirchlich getragene Kunstverein in Österreich und wurde am 18. Oktober 1959 mit der Generalversammlung gegründet. In diesem Jahr wurden auch die vom Kölner Dombaumeister Vinzenz Statz entworfenen Pläne für den Linzer Dom erstmals ausgestellt, die das arrivierte Vorstandsmitglied Adalbert Stifter (1805-1868) euphorisch begrüßt hat. Anfang der 1990er-Jahre wurden die Ziele des Diözesankunstvereins unter dem 2018 verstorbenen Obmann Prof. Günter Rombold neu formuliert. Der Fokus liegt seither auf der Mitherausgeberschaft der ökumenischen Zeitschrift „kunst und kirche“ sowie auf der Förderung von jungen zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Dazu kommt noch der jährlich ausgeschriebene Kunstpreis, der herausragende Abschlussarbeiten von Absolventinnen und Absolventen der Kunstuniversität Linz auszeichnet, die eine religiöse, ethische oder soziale Relevanz aufweisen. Diese enge Kooperation mit jungen Künstlerinnen und Künstlern an der Schnittstelle von Kunst und Kirche soll unter der neuen Führung weiter ausgebaut werden, um die zeitgenössische Kunst sichtbarer zu machen.

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