„Octogon“: Heiter-romantische Nostalgie

Bald 40 Jahre jung: das Bläserensemble „Octogon“
Bald 40 Jahre jung: das Bläserensemble „Octogon“ © Biederleitner

Das bald 40 Jahre junge Bläserensemble „Octogon“ ist eine Legende seiner selbst; es lud für den 13. April zu einer Hommage an Balduin Sulzer in den Benedikt-Saal des Stiftes Wilhering, der den Besucherandrang kaum fassen konnte.

Das Konzert begann mit einer leichtfüßig-virtuosen Bearbeitung des Vorspiels zu Händels Oratorium „Salomon“, das den Bläsern und Kontrabass-Begleiter Pasierski bereits Gelegenheit zu einem beschwingt-animierenden „Intro“ gab. Sulzers Kammerkonzert für Violoncello und Bläseroktett op. 91 wurde 1985 für „Octogon“ geschrieben; es fußt wohl formal auf der Tradition der Bläseroktett-Kultur, strahlt aber die für Sulzer typische Originalität in der Verbindung von Witz, Charme, Virtuosität und Einfallsreichtum aus.

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Speziell das Solo-Cello, von Caecilia Chmel wie schon in der Uraufführung auch diesmal souverän gespielt, nimmt in dem Werk eine stimmige, führende Rolle ein. Den passenden Abschluss bildete Dvoraks Serenade für Blasinstrumente, Violoncello und Kontrabass in d-Moll op. 44.

Hier paaren sich Innovation und Tradition romantischer Musik auf edelste Weise: Tschechische Volksmusik und große sinfonische Melodiebögen gehen eine berührende Symbiose ein.

Im Verein mit den Streichern gaben die „Octogon“-Bläser Franz Scherzer, Reinhold Malzer (Oboe), Wolfgang Klinser, Martin Wögerer (Klarinette), Allen Smith, Bernhard Krabatsch (Fagott) und Walter Reitbauer, Johann Wadauer sowie zusätzlich Albert Heitzinger (Horn) ein schönes Beispiel innerer Harmonie und nostalgischen Spürsinns für die Ausstrahlung nicht nur dieser Musik. Schluss-Jubel und intensiver Beifall für alles Gebotene! P. Stepanek

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