S+T+ARTS Prize ’24 für „Arts at CERN“ und „Calculating Empires“

Arts at CERN © Marina Cavazza/Courtesy CERN

1308 Einreichungen aus 81 Ländern gingen 2024 beim STARTS Prize der Europäischen Kommission ein. Ende April tagte die Jury im Linzer Ars Electronica Center und kürte die Gewinner bzw. Gewinnerinnen der beiden mit je 20.000 Euro dotierten Hauptpreise.

Kunst und Wissenschaft befruchten sich gegenseitig

Der „Grand Prize – Innovative Collaboration“ geht an das Programm Arts at CERN, das die Zusammenarbeit von Künstlerinnen und Künstlern und Forscherinnen und Forschern am Europäischen Kernforschungszentrum CERN forciert. Befördert werden soll die künstlerische Reflexion des wissenschaftlich-technologischen Fortschritts und seine Auswirkungen auf unsere Welt und Gesellschaft sowie der Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft. „In der heutigen, sich schnell entwickelnden Technologielandschaft, einschließlich der Fortschritte in den Bereichen KI, Quantencomputing und Chiptechnologie ist die Integration von Kunst, Wissenschaft und Technologie von entscheidender Bedeutung“, hieß es in der Begründung der Jury, der auch Manuela Naveau, Professorin an der Linzer Kunstuni, angehört.

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Macht, Technologie und Kapitalismus

Mit dem „Grand Prize – Artistic Exploration“ wurde das Projekt Calculating Empires: A Genealogy of Power and Technology, 1500-2025 von Kate Crawford (AU) und Vladan Joler (RS) ausgezeichnet. Die Arbeit untersucht die Verstrickung von Macht, Technologie und Kapitalismus in den vergangenen 500 Jahren. „Mit Calculating Empires erhält das Publikum eine detaillierte visuelle Darstellung der Beziehung zwischen Mensch, Ökologie und Technologie. Sie zeichnet nach, wie Technologie und Macht über fünf Jahrhunderte hinweg durch Industrialisierung, Imperialismus und Automatisierung miteinander verflochten waren“, so die Jury. „Es zeigt sich, wie Praktiken des Kolonialismus, der Militarisierung und der Abschottung heute funktionieren und wie sie rückgängig gemacht werden könnten.“

Beide Projekte als auch eine Auswahl aus den ebenfalls vergebenen 10 „Honorary Mentions“ und 18 „Nominations“ werden von 4. bis 8. September im Rahmen des Ars Electronica Festival 2024 in der Postcity Linz präsentiert.

Der STARTS Prize der Europäischen Kommission würdigt Projekte, die Technologie und Kunst auf innovative Weise zusammenbringen und sowohl den Kunstsektor als auch die europäische Innovationspolitik positiv beeinflussen. Durchgeführt wird der Wettbewerb von Ars Electronica.

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