Halbfinalist, Vizemeister, Meister — (K)eine einfache Rechnung

Handball-Ligastart: HC Linz will vor allem Euphorie weiter anfachen

Kapitän Christian Kislinger und der HC Linz wollen auch in der heurigen Handball-Saison eine gute Figur abgeben.
Kapitän Christian Kislinger und der HC Linz wollen auch in der heurigen Handball-Saison eine gute Figur abgeben. © Dostal/pictruedesk.com

Die Viertelfinal-Qualifikation (Top 8) ohne Zittern und sich „im Play-off gut verkaufen“ — so skizzierte Präsident Bernhard Ditachmair das Saisonziel des HC Linz AG. Klingt nach deutlichem Understatement des Handball-Halbfinalisten 2021/22 und Vizemeisters des Vorjahres.

„Wir sind nicht der Topfavorit, nur weil der Meister nicht mehr in der Liga ist (Westwien stieg aus/Anm.)“, sprang Marketing-Manager Uwe Schneider seinem Chef zur Seite. Hard, Bregenz und Krems seien vom Budget sicher über die Linzer Handballer zu stellen.

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Budget endlich ohne Loch

Mit Blick auf den großen Umbruch (je sechs Ab- und Zugänge) wird der Erfolg tatsächlich kein Selbstläufer werden, dass der Weg aber in die richtige Richtung geht, zeigte nicht zuletzt die knappe Niederlage gegen Hard im Supercup.

„Wenn wir an unser Leistungslimit kommen, dann können wir gegen jeden gewinnen. Wenn nicht, aber gegen jeden verlieren“, betonte Schneider. Schmunzelnder Nachsatz: „Mich stört es nicht, wieder ein Podest in unserer Halle aufzubauen. Aber es wäre schön, wenn wir diesmal als Letzter raufgehen.“

Das ist aber ohnehin noch Zukunftsmusik. Mit dem Auftakt am Samstag bei Aufsteiger Hollabrunn soll erst einmal die Handball-Euphorie, die Linz in den letzten beiden Jahren erfasst hat, weiter angefacht werden. Die Begeisterung schlägt sich auch finanziell nieder. Diesmal kann mit einem Ist-Budget und nicht mit einem Soll-Budget in die Saison gegangen werden, gibt es also kein Loch zu stopfen.

Die nächsten Heimspiele des HC Linz AG
9. Sept./19 Uhr vs. Vöslau
16. Sept./19 Uhr vs. Hard

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