Schweiz will gegen Schotten das EM-Achtelfinale buchen

Fußball-EM: Schottland hat nach dem peinlichen 1:5 gegen Deutschland gegen die Eidgenossen keine Ausreden

Zumindest der Dom steht noch zu Kölle, das Stadion wackelte aber gewaltig beim 3:1-Sieg der Schweizer gegen Ungarn.
Zumindest der Dom steht noch zu Kölle, das Stadion wackelte aber gewaltig beim 3:1-Sieg der Schweizer gegen Ungarn. © AFP/Tzortzinis

Für die Schweiz liegt am Mittwochabend (21 Uhr/live ServusTV) in Köln schon das Ticket für das Achtelfinale bereit. Mit einem Sieg über die im Eröffnungsspiel der Fußball-EM gegen Deutschland überforderten und enttäuschenden Schotten können die Eidgenossen den Einzug in die K.o.-Runde fixieren, falls Ungarn im Nachmittagsspiel gegen die EURO-Gastgeber nicht überrascht. Sechs Punkte würden aber wohl auch für den Aufstieg als einer der vier besten Gruppendritten reichen.

Die Schweizer sind mit einem ungefährdeten 3:1-Sieg gegen Ungarn in das Turnier gestartet und wollen nun die Aufstiegsfrage schon vor dem Duell mit Deutschland klären. Von der schwachen Leistung der Schotten zum Auftakt wollen sie sich aber nicht in Sicherheit wiegen lassen. „Sie werden um jeden Ball kämpfen, wir kennen den Geist der Mannschaft“, meinte Mittelfeldspieler Vincent Sierro.

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Auch der Kapitän erwartet echte Gegenwehr. „Wir haben uns das Deutschland-Spiel angeschaut. Wir waren von der Leistung Schottlands überrascht, sie haben nicht viel gemacht. Aber sie haben Spitzenspieler in den Top-Ligen und der Mittwoch wird ein anderes Spiel“, sagte Leverkusen-Spielmacher Granit Xhaka, der sich mit seinen Kollegen auf dem Ersatzplatz vorbereitet hat. Weil der Rasen im Waldau-Stadion Probleme bereitete, wechselte man auf das Trainingsfeld des VfB Stuttgart, gut 30 Minuten Fahrzeit vom Hotel entfernt.

Keine Ausreden

Schottland ist jedenfalls auf Wiedergutmachung aus und muss wohl punkten, um bei der zwölften Teilnahme an einer großen Endrunde die Chance auf den erstmaligen Aufstieg zu wahren. Am Wochenende war zunächst Aufarbeitung der 1:5-Auftaktpleite angesagt.

„Treten Sie ein paar Hintern, geben sie ein paar Streicheleinheiten, machen sie den Spielern klar, warum das Deutschland-Ergebnis passiert ist, und stellen sie sicher, dass so etwas nicht noch einmal passiert“, erklärte Steve Clarke. „Es gibt keine Ausreden, wenn man ein Spiel mit 1:5 verliert. Wir haben viele Dinge falsch gemacht und müssen es wieder in Ordnung bringen“, betonte der Teamchef.

Betreffend Ausgangslage gab er sich keinen Illusionen hin. „Wir wissen, dass wir in den nächsten zwei Spielen vier Punkte brauchen“, sagte Clarke. Drei Punkte würden aufgrund der schlechten Tordifferenz wahrscheinlich nicht reichen, gegen die Schweiz ist also ‚verlieren verboten‘ angesagt.

Ein schwieriges Unterfangen, weiß Clarke: „Die Leute schauen immer auf die Schweizer und denken, das ist eine kleine Fußball-Nation. Aber bei den großen Turnieren sind sie immer da.“

Schottland hat seit 28 Jahren kein Spiel mehr bei einer EM-Endrunde gewonnen, der letzte Sieg gelang 1996 gegen die Schweiz mit 1:0. „Wir haben den Fans in der Vergangenheit großartige Erinnerungen beschert. Aber jetzt ist es an der Zeit, neue zu schaffen. Wir glauben, dass wir es schaffen können, aber wir müssen es zeigen“, erklärte Kieran Tierney.

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