Selbstbewusste Slowenen wollen Serben aus der EM kicken

EM für Serbiens Aufbauläufer Kostic vorbei – Zwist im Team beigelegt

Serbiens Filip Kostic (links) und Englands Jude Bellingham lieferten sich einige intensive Duelle
Serbiens Filip Kostic (links) und Englands Jude Bellingham lieferten sich einige intensive Duelle © AFP/Tribouillard

Slowenien geht am Donnerstag (18 Uhr/live ServusTV) in München voller Selbstvertrauen ins Duell mit Serbien. Nach dem spät fixierten Punkt beim 1:1 gegen die favorisierten Dänen haben Benjamin Sesko und Co. den ersten Sieg im Visier, der wohl den Aufstieg bedeuten würde.

Die Stimmung bei den Serben ist dagegen gedrückt. Juventus-Legionär Filip Kostic fällt mit einer Knieverletzung aus, Kapitän Dusan Tadic fiel nach dem 0:1 gegen England mit Kritik am Trainer auf.

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Erst nach rund einer Stunde und seiner Ansicht damit zu spät, war Tadic gegen England gekommen. Bei Teamchef Dragan Stojkovic kam die anschließende Kritik des Fenerbahce-Legionärs nicht gut an. Am Dienstag schließlich entschuldigte sich der 35-Jährige nach Berichten beim Trainer und glättete damit die Wogen.

Wirklich ins Mark traf die Orlovi aber die Nachricht vom Ausfall von Kostic, für den die EM vorbei ist. Der Flügelspieler hatte sich gegen England bei einem Zweikampf mit Jude Bellingham eine Seitenbandverletzung im Knie zugezogen und muss mindestens zwei Wochen pausieren.

Dabei stehen die Serben schon unter Druck, nachdem sie gegen den Gruppenfavorit erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel gefunden hatten. „Wir wollen von der ersten Minute an mutiger auftreten als gegen England. Wir wollen von Beginn an den Ton angeben“, betonte Verteidiger Nikola Milenkovic.

Historische Chance

Die Slowenen sind aber auf einen historischen Erfolg aus. Bei der bisher einzigen EM-Teilnahme vor 24 Jahren verpassten sie den ersten Sieg ausgerechnet gegen Serbien, das damals noch unter Jugoslawien auflief. Dass Slowenien beim 3:3 damals in Überzahl eine 3:0-Führung innerhalb von sechs Minuten verspielte, wurde in den Medien des Landes vor dem neuerlichen EM-Duell ausführlich behandelt.

Für die Auswahl von Teamchef Matjaz Kek, einst Legionär beim GAK, ist das natürlich kein Thema. Vielmehr will man die Chance auf den Premieren-Sieg und den damit wohl einhergehenden Aufstieg ins Achtelfinale holen. „Das zweite Spiel wird definitiv einfacher. Dieser Punkt hat uns zusätzliches Selbstvertrauen gegeben“, erklärte Mittelfeldspieler Timi Elsnik und fügte an: „Wir wissen, was ein Sieg gegen Serbien bringt.“

Jedenfalls den Abschied des ungeliebten Nachbarn aus dem EM-Turnier.

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