Spanien in Gruppe B klarer 3:0-Auftaktsieger gegen Kroatien

Auch auf Stürmerstar Morata lastet der Druck seine Lesitung zu bringen © APA/dpa/Sebastian Christoph Gollnow

Für Spaniens Fußball-Nationalteam hat die EM in Deutschland absolut nach Wunsch begonnen. Der dreifache Europameister behielt am Samstag im Olympiastadion in Berlin vor 68.844 Zuschauern im ersten Turnierkracher gegen Kroatien dank Toren von Alvaro Morata (29.), Fabian Ruiz (32.) und Dani Carvajal (45.+2) verdient mit 3:0 die Oberhand und ist damit erster Leader in der Hammergruppe B. Im Abendspiel treffen noch Titelverteidiger Italien und Albanien aufeinander.

Morata avancierte zum ersten Spanier, der bei drei EM-Turnieren getroffen hat. In der ewigen EM-Torschützenliste stieg er zur Nummer drei (mit Alan Shearer und Antoine Griezmann) auf, nur Cristiano Ronaldo (14) und Michel Platini (9) liegen noch vor dem 31-jährigen Atletico-Madrid-Stürmer. Dank seines 36. Länderspieltors hat er nach 2016 und 2021 auch 2024 bei der EM gegen Kroatien getroffen. 2021 gab es am Ende ein 5:3 nach Verlängerung im Achtelfinale, nachdem die Kroaten fünf Jahre davor in der Gruppenphase mit 2:1 gewonnen hatten.

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In der 67. Minute musste Morata angeschlagen vom Feld, später auch noch Rodri. Lamine Yamal spielte bis zur 86. Minute und das in einer geschichtsträchtigen Partie. Mit 16 Jahren und 338 Tagen ist der Barcelona-Stürmer ab sofort der jüngste Spieler mit einem Einsatz in der EM-Geschichte. Er löste den Polen Kacper Kozlowski (17 Jahre und 246 Tage) als bisherigen Altersrekord-Inhaber ab.

Nach dem Champions-League-Triumph von Real Madrid hat es auch bei der EM gleich ein spanisches Highlight gegeben. Kroatiens Tormann Dominik Livakovic wurde schon in der siebenten Minute bei einem Morata-Abschluss erstmals geprüft. In der Folge wurde der 29-Jährige von seiner Hintermannschaft ordentlich im Stich gelassen. Die Kroaten konnten einen Lochpass von Fabian Ruiz nicht verteidigen, gegen den Abschluss von Morata war Livakovic chancenlos.

Postwendend gab es die Chance zurückzuschlagen, ein Schuss von Mateo Kovacic fiel zu schwach aus (30.). Die Spanier hingegen waren sehr effizient. Fabian Ruiz wurde von Luka Modric, Marcelo Brozovic und auch Josip Sutalo bei seinem Dribbling zu zaghaft attackiert und setzte den Ball genau ins Eck. Wieder lag unmittelbar danach ein kroatischer Treffer in der Luft. Unai Simon ließ einen Brozovic-Schuss abklatschen, der Nachschuss von Lovro Majer aus spitzem Winkel landete im Außennetz (33.). In der 41. Minute fand eine Gvardiol-Hereingabe in der Mitte knapp keinen Abnehmer.

Spanien hingegen legte einen weiteren Treffer nach, der durch eine Maßflanke von Yamal eingeleitet wurde. Carvajal lief sich am Fünfer frei und ließ Livakovic mit einer Direktabnahme keine Chance. Nach Wiederbeginn ging es zu Beginn munter hin und her. Yamal scheiterte an Livakovic (52.), auf der anderen Seite konnte Außenverteidiger Marc Cucurella im Rutschen einen Stanisic-Schuss in höchster Not blocken (55.).

Zumindest einen Ehrentreffer hätten sich die Kroaten verdient gehabt. Das auch wegen eines Schnitzers von Unai Simon, der ein Elfmeterfoul von Rodri am kurz zuvor eingewechselten Bruno Petkovic nötig machte. Simon bügelte seinen Fehler allerdings aus und hielt den Strafstoß von Petkovic. Den abgewehrten Ball brachte Ivan Perisic zur Mitte, wo Petkovic verwertete. Der Treffer zählte nach VAR-Eingriff allerdings nicht, Perisic war zu früh in den Strafraum gelaufen. Für die Kroaten gab es damit wie im erst nach Elfmeterschießen verlorenen Nations-League-Finale 2023 gegen die Spanier kein Happy End.

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