FTI-Pleite kurbelt Wachstum bei Konkurrent Alltours an

Auch TUI und Dertour schließen entstandene Lücke

Die Insolvenz des deutschen Reisekonzerns FTI samt seinem Österreich-Ableger sorgt beim Konkurrenten Alltours für kräftiges Wachstum.

Die Buchungen liegen im laufenden Geschäftsjahr mehr als 20 Prozent über dem Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Am stärksten lege die Nachfrage nach den Reisezielen Türkei und Ägypten zu, den beiden wichtigsten Märkten des Anfang Juni pleite gegangenen Reiseveranstalters FTI.

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„Wir haben über alle Reiseziele hinweg FTI-Kontingente von den Hotel- und Fluggesellschaften für den Sommer übernommen und so unser Kurzfrist- und Lastminute-Angebot zusätzlich ausgebaut“, erklärte Alltours-Chef Willi Verhuven.

Auch die beiden größten deutschen Reisekonzerne TUI und Dertour und andere schließen mit höherem Angebot und Sonderkonditionen die Lücke, die mit dem Zusammenbruch von FTI entstanden ist.

Wie das Touristik-Fachmedium fvw berichtet, gibt Firmengründer Verhuven (73) im Oktober die Führung des Reiseunternehmens mit Sitz in Düsseldorf ab. Sein Nachfolger werde der ehemalige Produktchef von FTI, Jan Mayer. Er hatte seinen Wechsel mit 1. Juni zu Alltours schon Ende März angekündigt.

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