Rückgang bei Wärmepumpen deutlich kleiner als bei Pellets

Wärmepumpen, die die Energie aus der Luft gewinnen, dominieren © APA/dpa/Daniel Reinhardt

Die Wärmepumpe setzt sich als Heizung der Zukunft immer mehr durch. Während es bei Pelletskessel 2023 einen Einbruch um 65 Prozent gab, fiel der Rückgang bei Wärmepumpen mit 7 Prozent deutlich kleiner aus. Energieexperte Peter Biermayr sprach am Mittwoch bei einer Veranstaltung des Klimaministeriums von einer „Stabilisierung auf hohem Niveau“. 2023 wurden in Summe 57.000 Wärmepumpen installiert, neben Heizungswärmepumpen auch welche für Warmwasser.

Vergangenes Jahr seien auch viele größere Wärmepumpen mit einer thermischen Leistung zwischen 10 und 20 Kilowatt (KW) verkauft worden. Biermayr sieht darin ein Indiz, dass auch im Altbau immer öfter von einer Öl- oder Gasheizung auf Wärmepumpe gewechselt wird, teils ohne thermische Sanierung.

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Biermayr rät aber, vor dem Kesseltausch das Haus zu dämmen. „Wenn die Leute vorher sanieren würden, würden sie keine 20 KW Wärmepumpe installieren, sondern vielleicht eine mit 8 KW“, so der Mitautor des neuen Jahresberichts des Umweltministeriums zu innovativen Energietechnologien.

Als dominante Wärmepumpen-Technologie hat sich die Luft-Wärmepumpe durchgesetzt. Sole-Wärmepumpen, die die Heizenergie aus dem Erdreich gewinnen, kamen 2023 auf einen Anteil von nur 11 Prozent. Den Boom der Luft-Wärmepumpen erklärt Biermayr mit der einfachen und kostengünstigen Installation.

Biermayr rechnet, dass der Erfolgslauf der Wärmepumpe weitergehen wird. Sie spiele eine Schlüsselrolle in der Wärmewende, so der Experte. Auch der immer größer werdende Kühlbedarf infolge der Erderwärmung spiele der Technologie in die Hände. Insgesamt werden in Österreich eine halbe Million Häuser mit Wärmepumpen geheizt.

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Heizungen, die auf Holz als Brennstoff zurückgreifen, dürften, so die Einschätzung der Experten, hingegen zurückgehen. Co-Autorin Monika Enigl sagte, bis 2050 werde die Bereitstellung von Raumwärme durch feste Biomasse an Relevanz verlieren, eine Ausnahme gebe es aber: nämlich wenn die offenen Flamme im Wohnraum Behaglichkeit vermitteln soll.

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