Spanien streicht Mehrwertsteuer auf das Olivenöl

Gehört ab 1. Juli zu den „lebensnotwendigen Gütern“

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Als Reaktion auf den starken Preisanstieg hat die spanische Regierung die Mehrwertsteuer auf Olivenöl gestrichen. Ab Juli werde Olivenöl auf der Liste der Produkte der „lebensnotwendigen Güter“ geführt, erklärte das Finanzministerium in Madrid am Freitag. Die Maßnahme entlaste nicht nur die spanischen Verbraucher, sondern „stützt auch den Olivensektor und den Konsum eines für unser Land so wichtigen Produkts“, sagte eine Regierungssprecherin.

Zu den „lebensnotwendigen Gütern“ gehören etwa Brot, Obst und Gemüse. Der Mehrwertsteuersatz liegt hier in der Regel bei 4 Prozent — in Zeiten starker Inflation kann er auf null Prozent reduziert werden.

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Die Regierung in Madrid hatte den Mehrwertsteuersatz auf Olivenöl im vergangenen Jahr bereits von zehn auf fünf Prozent reduziert. Die Preise waren aber weiter gestiegen, im Mai dieses Jahres etwa um 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Preisniveau hat mittlerweile das Dreifache von Jänner 2021 erreicht.

Grund sind vor allem die schlechten Olivenernten in Spanien und anderen Ländern in den vergangenen Jahren aufgrund von Dürren. Rund 50 Prozent der weltweiten Olivenölproduktion entfällt auf Spanien, das Land weist mit rund 14 Litern pro Jahr gemeinsam mit Griechenland den weltweit höchsten Pro-Kopf-Konsum auf.

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