Umsetzung der Energiewende schreitet in Oberösterreich voran

Energiebericht für das Jahr 2023 liegt vor - Photovoltaikausbau weiterhin großes Thema

Die Umsetzung der Energiewende schreitet in Oberösterreich mit hohem Tempo voran, wie Wirtschafts- und Energielandesrat Markus Achleitner wissen lässt. Das zeigen laut Achleitner nicht nur Daten der Statistik Austria, bei denen Oberösterreich bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien regelmäßig im Spitzenfeld der Bundesländer liegt, sondern auch der oberösterreichische Energiebericht 2023, der nun final vorliegt.

„Dazu kommen noch aktuelle Daten, die erfreulicherweise die Vorreiterrolle Oberösterreichs beim Umstieg auf erneuerbare Energien belegen: So zeigt eine Erhebung der E-Control, dass sich die Hälfte aller erneuerbaren Energiegemeinschaften österreichweit in unserem Bundesland befinden. Und mit mehr als 108.000 PV-Anlagen auf Dächern in Oberösterreich haben wir auch bereits mehr als die Hälfte unseres 200.000-PV-Dächer-Programmes erreicht, das bis 2030 umgesetzt werden soll“, so Achleitner.

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Nun zeigt sich: 50 Prozent aller österreichischen erneuerbaren Energiegemeinschaften sind in Oberösterreich. Und: Zählt man auch die Bürgerenergiegemeinschaften und gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen mit, gebe es im Land ob der Enns deutlich mehr als 1.000 Energiegemeinschaften mit mehr als 10.000 Teilnehmern.

Im Land ob der Enns soll die Nutzung der Sonnenenergie so rasch wie möglich weiter vorangetrieben werden. „Dazu setzen wir eigene Fördermaßnahmen, als Ergänzung zu den PV-Förderungen des Bundes. Ein Beispiel dafür ist die Ausweitung der Landesförderung für Parkplatzüberdachungen mit PV-Anlagen“, sagt Achleitner.

Landesenergiebeauftragter Gerhard Dell zitiert aus dem Energiebericht 2023. Die Stromerzeugung erfolgte 2022 zu rund 76 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Die gesamte Wärme (inklusive Industriewärme) kommt zu mehr als 45 Prozent aus erneuerbaren Energien.

Auch die Erfolge der Heizungstausch-Initiative – „Raus aus dem Heizen mit fossilen Brennstoffen“ – sind laut erkennbar: Mehr als 64 Prozent der Raumwärme kommt bereits aus erneuerbaren Energiequellen.

Die Energieversorgung im Land ob der Enns basiert auf einem Mix aus Energieträgern – den mit Abstand größten Anteil haben dabei die erneuerbaren Energieträger. Mittlerweile kommt knapp ein Drittel (32,8 Prozent) des Bruttoenergieverbrauchs aus nachhaltigen Quellen.

20,9 Prozent der verbrauchen Energie wird aus Öl gewonnen, 20,9 Prozent aus Gas, Kohle hat einen Anteil von 25,3 Prozent, wobei der Kohleverbrauch nahezu ausschließlich im Sektor Eisen- und Stahlerzeugung erfolgt.

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