Voest-Chef erklärt Mitarbeitern per Video die Bilanz-Affäre

Laut CEO Eibensteiner keine Geldmittel abgeflossen, aber eventuell zuviel Steuern bezahlt

Industrie - Industrieanlage eines Weltkonzern in der Stahlpr

Nach der Bilanzschönung bei einer deutschen Tochter hat sich Voest-Chef Herbert Eibensteiner via Video ans Personal gewandt, schreibt das Magazin trend online.

Er hielt — nachdem es bei der Bilanz-PK kein Wort zur Causa geben hatte — einmal mehr fest, dass „aus heutiger Sicht keine Geldmittel abgeflossen sind“. Es könnten aber „möglicherweise zu viel Steuern bezahlt“ worden sein. Die Wertberichtigungen von 100 Mio. Euro würden keinen direkten materiellen Schaden verursachen.

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Die Sache war den OÖN nach der Bilanz-Pressekonferenz aufgefallen. Die von Kritikern hinterfragte Kommunikationspolitik rechtfertigte der Chef des börsennotierten Konzerns damit, dass der Vorstand erst die Ergebnisse der nach Auftauchen der Manipulation eingeleiteten Untersuchung abwarten wollte, „um ein vollständiges Bild zu haben“.

Eine Ad-hoc-Pflicht sei laufend geprüft, aber verneint worden, so trend unter Berufung aufs Video. Am Ende halte Eibensteiner demnach fest: „Ein korrektes Verhalten ist unerlässlicher Bestandteil der Voestalpine-DNA.“

Die Bilanz 2022/23 wurde von der voestalpine berichtigt. Das Eigenkapital hat sich dadurch zum Bilanzstichtag 31. März 2024 von 7,6 auf 7,5 Mrd. Euro reduziert. Der ehemalige Geschäftsführer der betroffenen voestalpine-Gesellschaft sei später auch Vorstandsmitglied der Metal Forming Division gewesen und seit Herbst 2023 nicht mehr für den Konzern tätig, hieß es vom Konzern zuletzt.

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