Italien macht 440 Millionen Euro für Vulkangebiet bei Neapel locker

Regierung beschloss ein Verbot des Baus neuer Immobilien in der Gegend

Die italienische Regierung hat am Montag ein Maßnahmenpaket zur Vorbeugung von Erdbebenrisiken im Gebiet der „Phlegräischen Feldern“ (Campi Flegrei) bei Neapel gebilligt. Die Regierung beschloss ein Verbot des Baus neuer Immobilien in der Gegend mit Ausnahme von Fabriken, Betrieben und Arbeitsstätten.

440 Millionen Euro wurden für die Anpassung der öffentlichen Gebäude an antiseismischen Standards locker gemacht.

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Die Regierung behält sich das Recht vor, das Gebiet der „Phlegräischen Felder“ aus städtebaulicher Sicht neu zu planen. 20 Millionen Euro wurden für die Behebung der Schäden eines schweren Erdbebens in der Gegend am 20. Mai locker gemacht, wegen dem Dutzende Familien ihre Wohnungen verlassen mussten.

Die Menschen, die gezwungen waren, aus Sicherheitsgründen ihre Häuser in der Region zu verlassen, erhalten einen Beitrag von 400 Euro bis 900 Euro pro Person und Monat, der aufgestockt werden kann, sagte der Minister für Zivilschutz, Nello Musumeci, am Montag.

49 Familien mussten nach Erdbeben Wohnungen verlassen

49 Familien mussten im Raum der Hafenstadt Pozzuoli südlich von Neapel ihre Wohnungen verlassen, weil die Häuser nach dem Erdbeben am 20. Mai Stabilitätsprobleme aufweisen. Dem Erdbeben mit Stärke 4,4, dem stärksten seit 40 Jahren, folgten Nachbeben. Es gab weder Verletzte noch Todesopfer, die Erschütterung versetzte die Bevölkerung jedoch in Schrecken.

Die „Phlegräischen Felder“ sind ein insgesamt 150 Quadratkilometer großes Areal mit hoher vulkanischer Aktivität. Immer wieder warnen Forscher vor diesem Phänomen. Seit elf Jahren gilt für das Gebiet daher die Alarmstufe Gelb, die zur Vorsicht aufruft.

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