Kurioser Streit führte zu Festnahme wegen offener Strafen

Ein kurioser Streit hat am Sonntag in der Wiener Innenstadt zur Festnahme eines 50-Jährigen mit offenen Verwaltungsstrafen in Höhe mehrerer tausend Euro geführt. Die Polizei wurde eigentlich alarmiert, weil der Mann Hilfe brauchte, nachdem er in einer Wohnung von einer Bekannten mit Pfefferspray attackiert worden war. Die 41-jährige Frau wurde ausfindig gemacht und ebenso angezeigt. Der 50-Jährige sitzt nun im Polizeianhaltezentrum seine Ersatzfreiheitsstrafe ab.

Die gerufenen Polizisten des Stadtpolizeikommandos Innere Stadt trafen den Mann am Sonntagvormittag im Bereich der U-Bahn-Station Schottenring an. Passanten leisteten ihm bereits Erste Hilfe. Im Zuge der Sachverhaltserhebungen stellten die Beamten fest, dass gegen den Österreicher mehrere Vorführungsbefehle wegen der nicht bezahlten Verwaltungsstrafen vorlagen. Daher wurde der 50-Jährige nach der notfallmedizinischen Versorgung durch Rettungskräfte in das Polizeianhaltezentrum gebracht.

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Neben der Attacke mit dem Pfefferspray beschuldigte der Mann die 41-jährige Bekannte auch, ihm sein Mobiltelefon und ein Kleidungsstück gestohlen zu haben, berichtete Polizeisprecher Philipp Haßlinger. Die Serbin bestritt die Vorwürfe, sie gab aber zu, Pfefferspray verwendet zu haben, nachdem der 50-Jährige ihren Laptop in der Wohnung beschädigt hätte. Bei dem Vorfall waren laut Polizei offenbar Alkohol und weitere Drogen im Spiel. Beide Personen wurden angezeigt, die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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