KH Braunau: Bauteil 10 nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellt

Gesamtkosten von 76,3 Millionen Euro für „Green Building“

V. l.: LH-Stv. Christine Haberlander, LH Thomas Stelzer, Krankenhaus-Geschäftsführer Erwin Windischbauer, Bürgermeister Johannes Waidbacher und Sr. Angelika Garstenauer, Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck © Krankenhaus Braunau

Nach dreijähriger Bauzeit wurde der Bauteil 10 des Krankenhauses Braunau im Zeitplan fertiggestellt und am Mittwoch im Beisein von LH Thomas Stelzer und Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander eröffnet. Der Neubau startete nach dem Abriss des alten Gebäudes im Jahr 2021.

Im neuen Gebäude befinden sich die Bettenstationen der Inneren Medizin 1 und 2, der Chirurgie und der Kinderstation, der Kinderintensivbereich, ein tagesklinischer OP, eine onkologische Tagesklinik, Ambulanzen (Augen, HNO, Kinder, Innere Medizin 2), eine Tagesklinik, die Pathologie, ein Interreligiöser Raum der Stille, ein neues Buffet sowie Räumlichkeiten für die Materialwirtschaft und Wäscherei.

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Innere Medizin 1 zieht als erste Abteilung ein

Als erste Abteilung zieht die Innere Medizin 1 am 25. Juni in das neue Gebäude ein, in dem es auch auf der allgemeinen Station nur noch Zweitbettzimmer gibt. Das Gebäude ist ein „Green Building“ – mindestens 25 Prozent an Energie werden im Vergleich zur Bauordnung für Neubauten eingespart.

Erreicht wird das durch eine hocheffiziente Kreislaufverbund-Wärmerückgewinnung bei den Lüftungsgeräten. Bei der Wärmerückgewinnung wird mit Wärme bzw. Kühle der Abluft, die zugeführte frische Luft im Winter aufgewärmt und im Sommer gekühlt. Darüber hinaus kommt in erster Linie LED-Lichttechnik zum Einsatz.

„Ein herausragendes Ereignis für unsere gesamte Region“

„Mit dem neuen Bauteil 10 geht ein Gebäude in Betrieb, das in jeder Hinsicht am neuesten Stand der Technik gebaut wurde“, betonte Erwin Windischbauer, Geschäftsführer des Krankenhauses Braunau, der von einem „herausragenden Ereignis für die Region sprach“.

Seit fast neunzig Jahren ist das Krankenhaus St. Josef in Händen der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. „Die gute medizinische Versorgung der Bevölkerung ist – neben der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen und der Betreuung von Seniorinnen und Senioren – die dritte Säule unseres Engagements getreu unserer Mission, ‚mit Christus an der Seite der Menschen‘ zu wirken“, erklärte Sr. Angelika Garstenauer, Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck.

„Der Neubau ist in allen Bereichen ein Vorzeigeprojekt“

Von den Gesamtkosten von 76,3 Millionen Euro trägt das Land Oberösterreich 50 Millionen Euro. Zehn Prozent investierten die Franziskanerinnen von Vöcklabruck, der Rest stammt aus Fondsmitteln.

„Regionale medizinische Versorgung auf Top-Niveau – das ist unser Anspruch. Deshalb hat das Land OÖ 50 Millionen Euro in den Neubau investiert. Und jeder Euro davon ist mehr als gut angelegt“, sagte Landeshauptmann Stelzer.

„Die Fertigstellung des Bauteils 10 ist ein klares Bekenntnis zur regionalen Gesundheitsversorgung in Braunau. Mit dieser modernen Einrichtung sichern wir Spitzenbetreuung für unsere Patientinnen und Patienten sowie hervorragende Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir zeigen damit: Auf Oberösterreich ist und bleibt Verlass“, so Gesundheitsreferentin LH-Stv. Haberlander.

Wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau

Im Krankenhaus St. Josef betreuen die mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich rund 100.000 Patientinnen und Patienten.

Fachliche Schwerpunkte bilden die Onkologie, die Orthopädie und Traumatologie, die Klinik für Psychische Gesundheit, die Kardiologie, die Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Kinder- und Jugendheilkunde.

Unter dem gemeinsamen Dach der Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH bündeln das Krankenhaus St. Josef Braunau und das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried Kompetenz und Ressourcen. Das Ordensklinikum Innviertel gehört zu je 50 Prozent den Franziskanerinnen von Vöcklabruck und der Vinzenz Gruppe.

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