„Neugier auf Technik wecken“

Lauter 1er-Schüler gewannen bei Siemens-Schnuppertag interessante Einblicke

Ein Automatisierungs-Projekt im neuen „Manufacturing Solutions Lab“ von Siemens ist „Rosi“, ein fahrerloses Transportsystem. Im Bild (v. l.): Moritz, Jakob und Paul mit Günther Schallmeiner (l.) und Thomas Kagerer (r.).
Ein Automatisierungs-Projekt im neuen „Manufacturing Solutions Lab“ von Siemens ist „Rosi“, ein fahrerloses Transportsystem. Im Bild (v. l.): Moritz, Jakob und Paul mit Günther Schallmeiner (l.) und Thomas Kagerer (r.). © vo/Korntner

Bei der Lauter-1-er-Schlussverlosung des OÖ Volksblatts gewannen dieses Jahr einige Kinder einen kostenlosen Schnuppertag bei Siemens. „Wir wollen damit die Neugier auf Technik bei jungen Menschen wecken und fördern“, so Günther Schallmeiner, Leiter der Siemens-Niederlassung in Linz.

Seit vielen Jahren schon bemüht sich das Unternehmen vermehrt auch Mädchen durch verschiedene Projekte — auch in Kooperation mit der Industriellenvereinigung — für Technik zu begeistern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

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Im neuen Siemens Innovationhub OÖ als Teil der Techbase Linz stehen Digitalisierung und Dekarbonisierung im Fokus. „Wir haben in Linz das modernste Siemens-Ausbildungszentrum in Österreich“, erklärte Schallmeiner.

„Ein Zentrum für lebenslanges Lernen“

Hier bekommen Auszubildende anhand praxisnaher Lernmethoden technisches Wissen vermittelt. Allein in Oberösterreich bildet Siemens derzeit knapp 45 Lehrlinge aus — in Elektrotechnik, Mechatronik und Automatisierungstechnik.

„Unser Ausbildungszentrum soll ein Zentrum für lebenslanges Lernen sein“, so Schallmeiner. Und das in einer besonderen Umgebung, er spricht dabei von „Wohnzimmeratmosphäre“.

Feingefühl unter Beweis gestellt

Paul, Moritz und Jakob waren die glücklichen Gewinner, die vom Standortleiter höchstpersönlich durch die interaktiven Stationen geführt wurden. Zu Beginn bastelten sie Stromkreisläufe und durften Widerstände messen. Eine programmierte Miniatur-Fabrik, die Zuckerldosen verschließt, erinnerte an den Film „Charly und die Schokoladenfabrik“.

Nachdem die drei Burschen ihre Feinfühligkeit beim Abisolieren von Leiterkabeln testeten, folgte eines der Highlights, der ballförmige Lernroboter „Sphero Bolt“. Dieser kann per App programmiert werden, Symbole oder Animationen anzeigen und verfügt auch über einen Lichtsensor und einen Kompass, um eingegebene Wege zurücklegen zu können.

Technikverständnis in vielen Berufen gefragt

Abschließend wurde dann im neuen „Manufacturing Solutions Lab“ der Prototyp eines fahrerlosen Transportsystems namens „Rosi“, unter die Lupe genommen, ehe es galt, einen von einem Roboterarm geschossenen Tennisball zu fangen. Was sich übrigens als gar nicht so einfach herausstellen sollte.

„Ich will einmal Polizist werden. Technik finde ich aber auch sehr spannend“, sagte Jakob. Er vermutet, auch in diesem Beruf mit technischen Aspekten konfrontiert zu werden. Daher möchte er später die HTL Vöcklabruck besuchen. „Leider haben wir nur jede zweite Woche Digitale Grundbildung“, bedauert Paul, „Physik und Technik interessieren mich nämlich schon sehr“. Den „Ausgleich“ will er sich in einer HTL für Mechatronik holen. „Ich werd‘ Landwirt“ betonte Moritz. An seinem Vorhaben konnte selbst „Sphero Bolt“ nichts ändern, aber technisches Verständnis wird bei der Ausübung sicher helfen. Gemeinsames Fazit der Burschen: „Es war ein super genutzter Ferientag.“

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